Mythen und Silberen

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Bote der Urschweiz
2. Februar 2010.

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Mythen und Silberen als Highlight
Text: Alexandra Cattaneo, Fotos: Miriam Pretzlaff, Stefan Walter 

Wer kennt sie nicht, die meditative Reise durch die Schweiz. An sämtlichen Produktionen von «SWISSVIEW» ist ein Schwyzer Unternehmen massgeblich beteiligt – Fuchs Helikopter aus Schindellegi.

«Swissview» ist eine Erfolgsgeschichte. Vor über 15 Jahren entwarf Marco Fumasoli, ehemaliger Creative Director des Schweizer Fernsehens, das Signet des TV-Senders «Schweiz4». Es wurde ein Heissluftballon in Form der Ziffer 4 gefertigt, der über die ganze Schweiz schwebte und festhielt, was alle Landesteile verbindet: die Landschaft als solche.

Die Idee, die Schweiz mittels Helikopter in Schweizer Stuben zu bringen, war geboren - und überlebte gar den Sender «Schweiz 4». Das Schweizer Fernsehen hat die Flugrouten vorerst als Lückenfüller ins Programm aufgenommen - heute ist «Swissview» weit mehr. In den vergangenen Jahren wurden 100 000 VHS-Videokassetten und 50 000 DVDs verkauft.

Schwyzer Beteiligung
Von der ersten Flugstunde aktiv mit von der Partie war ein Schwyzer Unternehmen: Sämtliche Aufnahmen wurden mit Helikoptern der Firma Fuchs Helikopter, Schindellegi, gemacht. Das Team besteht jeweils aus drei Personen: dem Regisseur und Produzenten Marco Fumasoli, dem Piloten Sandro Brugnoli und einem Kameramann. «Die Vorbereitungszeit für die Routenplanung ist sehr intensiv und beansprucht einige Tage», führte Produzent Fumasoli aus. Das effektive Abfliegen einer Route kann in zwei bis drei Tagen erledigt werden. «Dieses Jahr werden wir die Bodensee-Region» sowie einige Zentralschweizer Ziele in Angriff », führte Fumasoli weiter aus. Er denkt dabei an Luzern, das Entlebuch, Sempach, Hallwil, aber auch den Zugersee und die Stadt Zug. Im Kanton Schwyz wird der Lauerzersee zum Zuge kommen. «Und um die Mythen komme ich jeweils nicht herum - die liebe ich so. Genau wie die Silberen oder das Schächental», schwärmte Fumasoli.

Sommer als ideale Jahreszeit
Marco Fumasolis Produktionen entstehen meist im Hochsommer. «Die Gletscher präsentieren sich nackt, und die Bergwelt zeigt sich von ihrer interessantesten Seite.» Hinzu komme, dass Sommer den Menschen in jeder Jahreszeit Freude bereite. «Herbstbilder sind im Frühling nur schlecht zu ertragen», so Fumasoli weiter. «Herbst ist zu melancholisch.»